Von Montag bis Donnerstagmorgen waren acht angehende Sporthelferinnen und vier angehende Sporthelfer aus der Jahrgangsstufe 8 im Sport- und Erlebnisdorf Hinsbeck unterwegs. Schüler:innen aus den Klassen 8a bis 8d begleitet von Frau Sadeghi und Herrn Bolzenius machten sich gemeinsam auf den Weg. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ging es von Troisdorf nach Hinsbeck und natürlich auch wieder zurück. Allein diese Anreise war schon ein kleines Abenteuer und hat gezeigt: Als Team kommt man ans Ziel.
Praxis im Mittelpunkt: Mittagsfreizeitangebote vorbereiten
Vor Ort stand die Sporthelfer:innen-Ausbildung ganz im Zeichen von Praxis und Ausprobieren. In Hinsbeck konnten die Teilnehmenden ihre Ideen für die kommenden Mittagsfreizeitangebote nicht nur planen, sondern direkt testen. Dabei ging es vor allem um die Frage: Wie kann ich ein Angebot in nur 20 Minuten so vorstellen, dass alle schnell ins Spiel kommen, sich wohlfühlen und am Ende Lust auf mehr haben? Welche Teamwahl ist fair? Wie bleibt der Aufbau kurz? Und wie kann man Anfänger:innen, zum Beispiel beim Volleyball, so einbinden, dass wirklich alle aktiv bleiben? Genau diese Punkte wurden vorbereitet, praktisch umgesetzt und gemeinsam reflektiert.
Warum Hinsbeck im Winter ideal ist
Hinsbeck war dafür der perfekte Ort, denn gerade im Winter bietet sich die Möglichkeit, viel Zeit in der Sporthalle zu verbringen und Dinge ohne großen Druck auszuprobieren. Gleichzeitig war klar: Diese Kompaktausbildung ist ein wichtiger Baustein im Ausbildungsgang. Theorie wurde bereits im Vorfeld vorbereitet und wird im weiteren Verlauf in der Schule vertieft. In Hinsbeck ging es vor allem darum, Sicherheit zu gewinnen, sich als Gruppe zu finden und wirklich ins Handeln zu kommen.
Sicherheit erleben: Blindenparcours in der Sporthalle
Ein Schwerpunkt lag auf dem Thema Sicherheit in der Sporthalle. Besonders eindrücklich war dabei ein „Blindenparcours“: Mit Augenbinden ausgestattet wurden die Schüler:innen von Partner:innen durch eine zuvor präparierte Halle geführt. Erst durch Tasten, Hören und vorsichtiges Bewegen wurde sichtbar, wie wichtig klare Absprachen, Aufmerksamkeit und Verantwortung sind. Als die Augenbinden am Ende abgenommen wurden, war der Effekt groß. Gleichzeitig war diese Einheit auch eine echte Teamaufgabe. Vertrauen, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung standen ganz automatisch im Mittelpunkt.
Highlight: Bubble Soccer mit professioneller Anleitung
Natürlich durfte auch ein Highlight nicht fehlen: Bubble Soccer. Dank der tollen Betreuung durch die FSJler:innen vor Ort wurde die Aktion professionell angeleitet. Und ja: Auch die Lehrkräfte durften mitmachen. Frau Sadeghi und Herr Bolzenius nutzten die seltene Gelegenheit, ihre Schüler:innen einmal ganz offiziell durch die Halle zu „kegeln“. Das sorgte für viele Lacher, war aber auch körperlich ziemlich fordernd. Nach kurzer Zeit hatten alle verstanden, worauf es ankommt: möglichst locker bleiben und sich im Zweifel einfach fallen lassen. Wer dagegen noch versucht hat, sich abzufangen oder auf die Knie zu gehen, merkte schnell, dass genau das der Moment ist, der unangenehm werden kann. Auf dem großen Ball landet man dagegen erstaunlich weich.
Gemeinschaft: Spiele, Karaoke und spontane Aktionen
Neben den sportlichen Einheiten blieb auch viel Raum für Gemeinschaft. Es wurde gemeinsam gespielt, gelacht und kreativ improvisiert. Gesellschaftsspiele liefen quasi durchgehend, mal im Gemeinschaftsraum, mal in den Häusern, in denen die Gruppe untergebracht war. Besonders schön war die Mischung aus „zusammen als große Gruppe“ und „kleinere Runden für sich“, wenn jemand zwischendurch mal Ruhe brauchte. Auch Karaoke und kleine Tanzeinlagen gehörten fest dazu. Manchmal war nicht ganz klar, ob es noch um das Lied ging oder eher darum, wer die lauteste Stimme hat, aber die Stimmung war durchgehend großartig.
Kleines Extra-Highlight: Polarlichter und Nachtmoment
Ein echtes Extra-Highlight war außerdem eine kleine Nachtaktion: In dieser Woche waren sogar Polarlichter über Deutschland zu sehen. An einem Abend ging Herr Bolzenius mit einigen Schüler:innen noch kurz vom Gelände herunter, um die Lichter mit den Handykameras einzufangen. Eine kleine Nachtwanderung, die vielen sicher im Kopf bleiben wird.
Jeden Abend Flip-Hop: Springen, Toben, Versteckfangen
Jeden Abend ging es außerdem in die Flip-Hop-Halle. Dort wurden Sprünge ausprobiert, neue Bewegungen gelernt und nicht selten die wildesten Ideen getestet. Der Muskelkater wurde von Tag zu Tag spürbarer, aber der Spaß blieb konstant hoch. Besonders beliebt war Versteckfangen. Nicht zuletzt der betreuende Sportlehrer Herr Bolzenius wurde mehrfach aufgefordert, als Sucher und Fänger zu starten. Eine Aufgabe, die sich in der Schnitzelgrube und zwischen Trampolinen als überraschend anspruchsvoll herausstellte, vor allem für Sprunggelenke und Orientierungssinn.
Fazit: Eine Fahrt, die zusammenschweißt
Am Ende stand fest: Diese Fahrt war nicht nur eine Ausbildung, sondern ein echtes Erlebnis. Viel Praxis, viel Teamgeist und eine Gruppe, die sich gegenseitig motiviert und unterstützt hat. Genau so entstehen Sporthelfer:innen, die unsere Schule in Zukunft im Sportbereich aktiv mitgestalten werden.
Mit dabei waren:
Lilli Rother, Magdaléna Háková (beide 8a)
Valentin Sylla (8b), Bahara Rasuly (8c) Leah Vogt, Klara Vetter, Mila Haas, Lotta Stüber, Hanna Kehlenbach, Noah Schmidt, Robin Berndt, Jakob Severin (alle 8d).