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Wanderung der 6b zur Wahnbachtalsperre zum Thema "Biologische Vielfalt"

Die Forscherklasse 6b hat in der diesjährigen Projektwoche (27.06.-01.07.2016) vorwiegend am Thema „biologische Gewässeranalyse“ gearbeitet. Am Mittwoch den 29.06. wanderten wir zur Wahnbachtalsperre, um dort auch Wasserproben zu entnehmen.

In den Tagen davor überlegten wir, was wir auf der Wanderung zum Thema Biodiversität erarbeiten könnten und wie wir dazu beitragen können, die vielfältigen Lebensräume zu erhalten.

Die Wegstrecke war ca. 12 km lang und führte uns durch verschiedene Biotope (Wohngebiet, Waldrand, Wiese, Wald, Straßenrand), die von den Schülerinnen und Schülern untersucht wurden. Dazu hatte jede Dreier-Gruppe Karten mit Arbeits- und Beobachtungsaufträgen. Pfiffig, gewissenhaft und voller Forschergeist füllten die Schüler ihre Karten schnell mit verschiedensten Zierpflanzennamen, sammelten Grasähren, fotografierten unterschiedliche Nacktschnecken, Frösche, Amseleierschalen usw. Voller Elan stürzten sie sich auf das Drüsige Springkraut, um diesen Neophyten zu dezimieren, bis sie aufgeklärt wurden, dass man es nur entfernen darf, wenn der Grundstücksbesitzer zustimmt. Am Ziel angekommen, das „Pinner Klippe“ genannt wird und der schönste Aussichtspunkt an der Talsperre ist, genossen wir die Aussicht auf einen großen Teil der Talsperre, auf die Staumauer und dank guter Sicht sogar auf den Post-Tower im 30 km entfernten Bonn und auf die Höhen der Eifel in weiter Ferne. Auf dem Heimweg widmeten wir all unsere Energie der pünktlichen Rückkehr zur Schule, was manche Schüler an ihre Grenzen stoßen ließ. Bei Gesprächen über die Wichtigkeit von regelmäßiger Bewegung und körperlicher Fitness als Vorbeugung gegen viele Krankheiten haben wir den Weg sehr gut geschafft und stiegen schön müde in die Schulbusse ein.

Zu den besonderen Erlebnissen zählt die Pause bei der Familie eines Mitschülers in Wolperath, wo Getränke, Obst und Geburtstagsmuffins einer Mitschülerin auf uns warteten, wo Zierkaninchen ein ganzes Gartenhaus für sich haben und wo wir im Garten auf dem Trampolin springen, wippen oder schaukeln durften. Einen großen Beitrag leistete ein Mitschüler, der ein sehr gebildeter Sohn eines Landwirts ist und uns unter anderem an einer Weide den Unterschied zwischen Rindern und Kühen erklärte. Am Rand der Weide befand sich ein Jägerhochsitz. Der Schüler, der ihn erklomm, verlor aus seinem Rucksack die ausgefüllten Beobachtungskarten, die auf die Weide jenseits des Stacheldrahtzauns neben die Rinder fielen. Viel Spaß beim Nacharbeiten, Philipp! Eine besondere Sinneserfahrung machten auch die Schüler, deren Schuhe neu oder nicht zum Wandern geeignet waren und die einen Teil der Strecke genüsslich mit bloßen Füßen zurücklegten.

Wir sind die erste Klasse der Gesamtschule, die feststellen konnte, dass diese Wanderroute an einem Vormittag zu meistern ist, durch unterschiedliche Lebensräume führt, tolle Ausblicke auf unsere Bergische Landschaft bietet und ein Test der körperlichen Fitness ist. Mögen die Forscher- und Fit-Klassen aller Jahrgänge es uns nachmachen!!!

J. Janich, Tutorin der 6b