Turnprofil: Zwischen Barren, Besenstielen und binomischen Formeln.Eine Gratwanderung zwischen sportlichem Ernst und charmantem Chaos.
Wer sagt eigentlich, dass man in der Turnhalle nur turnen kann? Das vergangene Jahr in unserem Turnprofil hat bewiesen: Eine Sporthalle ist nicht nur ein Ort für Salti, sondern ein Biotop für Kreativität und den Mut zur Improvisation.
Nachdem sich unsere geschätzte Kollegin Christina Vilshöver in die wohlverdiente Elternzeit verabschiedet hatte, stand die Frage im Raum: Wie retten wir das Profil vor dem „Aussterben“? Kurzerhand bot ich an, den Kurs so lange zu betreuen, bis sie wieder zurückkehrt und ihr Steckenpferd – das Turnen und die Akrobatik – wieder selbst übernehmen kann.
Offiziell stand „Turnen und Akrobatik“ auf dem Plan. Und ja, das fand auch durchaus statt! Der Hauptinhalt blieb stets die sportliche Betätigung an den Geräten. Doch wer genau hinsah, entdeckte eine faszinierende Evolution hin zu einem multiprofessionellen Angebot, das man so in keinem Lehrplan findet:
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Hobbyhorsing Deluxe: Wenn die Sportgeräte nicht reichten, wurde kurzerhand mit Besenstielen trainiert – Galoppsprünge inklusive. Die Mädels peitschten sich gegenseitig zu Höchstleistungen hoch!
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Bühnenreife Einlagen: Zwischen den Turnübungen verwandelte sich die Halle gelegentlich in eine Theaterbühne. DG-Proben für Fake-Hochzeiten sorgten für die nötige Prise Dramatik zwischen Aufschwung, Umschwung und Unterschwung.
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Kopf- und Körperarbeit: Wer gerade eine Verschnaufpause vom Barren brauchte, nutzte die Zeit für spontane Nachhilfe vor anstehenden Klausuren. Denn wie wir wissen: Ein sauberer Flickflack ist am Ende auch nur angewandte Geometrie.
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Rollbrett-Piste: Für den nötigen Adrenalinkick zwischendurch durften auch die Klassiker der Schulsport-Geschichte nicht fehlen.
Das Besondere an diesem Kurs war die hohe Eigenständigkeit der Teilnehmerinnen. Statt starrer Anleitung lebte das Profil von der Eigeninitiative. Die Schülerinnen gestalteten ihre Zeit selbstverantwortlich, halfen sich gegenseitig bei sportlichen Herausforderungen und schufen einen Raum, in dem Sport und Spaß keine Gegensätze waren.
Fazit: Das Turnprofil war in diesem Jahr vielleicht etwas unkonventioneller als üblich, aber genau diese Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und kreativem Miteinander hat den Kurs lebendig gehalten. Wir freuen uns nun darauf, diese motivierte Truppe demnächst wieder in die bewährten Hände von Frau Vilshöver zu übergeben – vermutlich mit ein paar neuen Besenstielen im Gepäck.