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U-20 der Gesamtschule Neunkirchen-Seelscheid marschiert ungeschlagen ins Finale

Direkt nach den Winterferien, am Mittwoch, den 07.01., ging es für unsere U20 der Gesamtschule Neunkirchen Seelscheid zum Schulturnier an die Petersberg Gesamtschule. Unser Team war eine gelungene Mischung aus Sportleistungskursen der Q1 und Q2, ergänzt durch zwei Zehntklässler. Vor Ort stellte die Petersberg Gesamtschule gleich drei Mannschaften, dazu kam ein Team vom Siebengebirgsgymnasium aus Bad Honnef. Die Ausgangslage war damit klar: viele Spiele, wenig Leerlauf, und ein Niveau, das eher nach „junge Erwachsene“ als nach klassischem Schulturnier aussah.

Wir starteten mit einer Spielpause, waren aber direkt gefordert, weil wir in dieser Zeit zwei Schiedsrichtergespanne stellen mussten. Das meisterten die Schülerinnen und Schüler ausgesprochen souverän: ruhig, fair und mit einem Blick für die entscheidenden Situationen. Ein Auftakt, der dem Tag die richtige Richtung gab.

Im ersten Spiel ging es gegen die Q2 der Petersberg Gesamtschule. Unser Team trat von Beginn an konzentriert auf, servierte mutig und ließ im Spielaufbau kaum Unordnung zu. Der Lohn war ein souveräner Sieg, der nicht nur Punkte brachte, sondern auch Selbstvertrauen.

Das zweite Spiel gegen das Siebengebirgsgymnasium aus Bad Honnef war dann die erwartete Standortbestimmung und vermutlich die schwierigste Partie des Tages. Hier standen uns einige technisch starke Volleyballer gegenüber, der erste Satz war entsprechend eng und verlangte höchste Konzentration. Genau das war aber unsere Stärke: Wir blieben in den wichtigen Ballwechseln stabil, setzten mit druckvollen Aufschlägen Akzente und steigerten uns im zweiten Satz deutlich.

Besonders auffällig waren die sehr kraftvollen Sprungaufschläge von Can, die wiederholt für direkte Vorteile sorgten. Gleichzeitig zeigte Leonie mit ihren konstant gefährlichen Aufschlägen und ihrer Präsenz im Spiel, dass sie nicht „mitmischt“, sondern unser Team spürbar trägt und stabilisiert. Sie hat auf diesem Niveau nicht nur mitgehalten, sondern dem Team Sicherheit gegeben und unser Spiel sichtbar verstärkt.

In dieser Partie ragten außerdem zwei Spieler heraus, die eigentlich aus anderen Sportarten kommen. Erik, sonst eher im Fußball zu Hause, lieferte in genau diesem Spiel eine echte Energieleistung ab: ein Monsterblock in einer entscheidenden Phase, dazu immer wieder kluge, platzierte Angriffe, nicht nur hart geschlagen, sondern auch mit Gefühl, als Heber oder als geschickt gelegter Ball in die Lücke. Man hat ihm die Power und den Wettkampfmodus in jeder Aktion angemerkt. Ebenso lobenswert war Christian: ebenfalls kein klassischer Volleyballer, aber an diesem Tag ein Spieler, der sich nicht verstecken musste. Auch wenn er oft den anderen den Vortritt ließ, war er jederzeit da, wenn man ihn brauchte. Ein Aufschlag blieb besonders hängen, weil er praktisch nicht zu verteidigen war und insgesamt war er sehr zuverlässig in die Abläufe eingebunden.

Eine zusätzliche Hilfe war die klare Organisation auf dem Feld. Julian, als erfahrener Volleyballer, kümmerte sich um Aufstellung und Abstimmung, sodass Herr Bolzenius bewusst die Rolle von außen einnehmen konnte: motivieren, steuern, dokumentieren.

Organisatorisch blieb das Team fair und regelkonform, indem einige Mitgereiste zeitweise bewusst außen blieben und als lautstarke Unterstützer sowie Backup zur Verfügung standen, weil letztlich mehr Spielerinnen und Spieler vor Ort waren, als offiziell eingesetzt werden durften. Diese Bank war allerdings ein klarer Vorteil: Amelie unterstützte das Team trotz der anfangs spürbar kalten Halle durchgehend. Maxim aus der Q2 war als Backup voll dabei und hielt die Stimmung oben. Auron war ebenfalls als Absicherung und Unterstützer wichtig.

Dazu kam mit Marcel Seibert, Leiter unserer Volleyball AG, eine Bankpräsenz, die man in der Halle nicht überhören konnte. Seine Anfeuerung war nicht einfach laut, sondern dauerhaft und so konsequent, dass die Gegner sichtbar darauf reagierten. Man hatte stellenweise den Eindruck, dass es ihnen mehr zu schaffen machte als uns, und wer neben ihm auf der Bank saß, musste zwischendurch vermutlich kurz „akustisch ausweichen“, um die Konzentration zu halten.

In Spiel drei folgte ein weiterer souveräner Sieg gegen eine Petersberg-Mannschaft mit Q1 Beteiligung. Das letzte Spiel des Tages ging dann gegen den anderen Teil des Q1 Sportleistungskurses der Petersberg Gesamtschule, also gegen das nominell stärkste Team des Gastgebers. Dieses Team hatte zuvor ein kräftezehrendes Dreisatzspiel gegen das Siebengebirgsgymnasium verloren, wodurch kurzzeitig der Eindruck entstehen konnte, der Tag sei sportlich bereits entschieden. Umso bemerkenswerter war unsere Reaktion: volle Konzentration, klare Kommunikation, kein Nachlassen. Das Ergebnis war ein überraschend deutlicher und hochverdienter Sieg.

Auch die beiden Zehntklässler Robin und Alexander verdienten an diesem Tag besondere Erwähnung. Beide zeigten starke Spiele, traten mutig auf und bewiesen eindrucksvoll, dass sie zu Recht mitgefahren sind. Sie mussten sich nicht „herantasten“, sondern waren sofort Bestandteil des Teams.

Wichtig ist außerdem der Blick auf das, was gefehlt hat: Wir mussten auf Nathanael verzichten, der für unser Spiel eigentlich eine zentrale Rolle hat. Gerade zu Beginn war deshalb die Vermutung da, dass es insgesamt deutlich schwerer werden könnte. Umso stärker ist die Leistung einzuordnen und umso größer die Vorfreude, im Finale voraussichtlich wieder auf ihn zurückgreifen zu können.

Ein weiterer Schlüsselspieler war Tom. Obwohl er ursprünglich aus dem Basketball kommt, setzte er Größe, Sprungkraft und Reichweite mehrfach spielentscheidend ein: als Angreifer mit „Winkel von oben“, als Blockpräsenz und als Retter von Bällen, die eigentlich schon verloren schienen. Seine Beinarbeit hatte zwar noch Luft nach oben, aber wer einen solchen Aktionsradius hat, kommt selbst mit wenigen Schritten an Bälle, die andere nicht einmal sprintend oder springend erreichen würden. Den Schlusspunkt setzte Tom dann ebenfalls: ein Abschluss, der sinnbildlich für den Tag stand.

Außerdem überzeugte Maxim aus der Q1, der früher Volleyball gespielt hat und aktuell so agiert, als wäre er immer noch im Verein: sehr starke Aufschläge mit der perfekten Mischung aus Sicherheit und Schärfe, dazu schnell und agil am Boden, wenn es darauf ankam.

Am Ende standen vier Siege aus vier Spielen. Eine makellose Vorrunde, ein starkes Teamgefühl und ein Auftreten, das sportlich wie organisatorisch überzeugt hat. Danach ging es durch den Schnee zurück nach Hause: müde, zufrieden und mit spürbarer Vorfreude auf das Finale um den Gewinn der Kreismeisterschaft.

Team (Gesamtschule Neunkirchen Seelscheid)
Alexander Reischl (10a), Robin Stegmann (10c), Can-Noah Cetinel, Julian Riediger, Tom Niderkassel, Maxim van de Beek (alle Q1), Leonie Müller, Amelie Gaege, Maxim Reinhardt, Erik Naaf, Auron Ujkani, Christian Grasmik (alle Q2),
Betreuung: Marcel Seibert (Leiter Volleyball AG)
Leitung: Stephan Bolzenius