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Die 6er auf Klassenfahrt in Windeck

Ein steiler Berg, fast 30 Grad Hitze und das mit jede Menge Gepäck, so begann unsere erste gemeinsame Klassenfahrt der Jahrgangsstufe 6 für die 104 Schüler:innen. Und schon auf den ersten Metern zeigte sich, was diese drei Tage besonders machen sollte.
Vom 7. bis 9. September 2026 machten sich alle vier 6er Klassen gemeinsam mit 10 Begleiter:innen auf den Weg zur Jugendherberge Windeck.

Mit dem Zug ging es zunächst von Hennef nach Windeck. Dort wartete direkt die erste Herausforderung: Rund 30 Minuten Fußweg bergauf, bei sengender Hitze und schwerem Gepäck, bei denen sich manche vermutlich fragten, ob wirklich alles darin mit musste.

Schon hier zeigte sich das tolle Miteinander der Kinder. Wer noch Kraft hatte, packte mit an. Einige Schüler:innen trugen zusätzlich zum eigenen Gepäck noch die Koffer ihrer Mitschüler:innen den Berg hinauf. So kamen schließlich alle gemeinsam oben an, verschwitzt, erschöpft und ziemlich froh über das leckere Mittagessen.

Danach folgte Herausforderung Nummer zwei: Betten beziehen. Was zu Hause so einfach aussieht, erwies sich hier und da als erstaunlich knifflig. Aber auch diese Hürde wurde gemeinsam gemeistert.

             Abenteuer, Lagerfeuer und jede Menge Spaß

Anschließend durfte das tolle Gelände erobert werden. Im Wald entstanden Tipis, es wurde Fußball und Tischtennis gespielt und bei Ballspielen und Gesellschaftsspielen verging der Nachmittag wie im Flug.

Am Abend luden Lagerfeuer und Stockbrot ein. Nicht jedes Stockbrot behielt dabei tatsächlich die Farbe von Brot. Einige Exemplare erinnerten eher an Fackeln oder Holzkohle. Und natürlich durfte auch eine große Runde Werwolf im Schein des Feuers nicht fehlen.

            Mutig hoch hinaus

Am nächsten Morgen ging es zum Naturpark Panabora. Dort warteten der Baumwipfelpfad mit einem kniffeligen Quizz und der fast 40m hohe Aussichtsturm auf uns. Für einige Kinder war das weit mehr als nur ein Ausflug. Trotz Höhenangst gingen sie mutig Schritt für Schritt weiter, unterstützt und ermutigt von ihren Mitschüler:innen. Am Ende standen sie oben, stolz, erleichtert und ein gutes Stück über sich selbst hinausgewachsen.

Nachdem auch der Weg aus dem anschließenden Labyrinth gefunden war, konnte die restliche Energie auf dem riesigen Spielplatz eingesetzt werden. Und wer noch nicht genug Höhenluft geschnuppert hatte, durfte am Katapult noch einmal abheben.

            Aus vier Klassen wird eine Gemeinschaft

Am letzten Abend ging es bei einer schaurig schönen Nachtwanderung gemeinsam durch den dunklen Wald. Wobei vermutlich die Tiere und Bäume mehr Grund hatten, sich vor uns zu erschrecken als umgekehrt.

Am Mittwochvormittag hieß es Abschied nehmen. Müde, glücklich und mit vielen Geschichten im Gepäck machten wir uns auf den Heimweg. Zum Glück führte der Weg zum Bahnhof diesmal bergab. Die Koffer rollten fast von alleine.

Drei Tage sind nicht lang. Und trotzdem kann in drei Tagen eine Menge passieren. Wir haben erlebt, wie aus einzelnen Klassen eine Gemeinschaft wurde. Kinder waren füreinander da, machten sich Mut, lachten miteinander und meisterten gemeinsam Herausforderungen. Diese Tage haben uns einander näher gebracht und werden sicher noch lange in unseren Schulalltag hineinwirken.

 Und eines steht jetzt schon fest: Auf die nächste gemeinsame Klassenfahrt in der Jahrgangsstufe 8 freuen wir uns sehr.

 Wo es dann wohl hingeht?

Text: Stephanie Gerharz