Methodenkompetenz

Das Wort „Methode“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet sinnbildlich übersetzt „… Weg zu etwas hin…“.

Schülerinnen und Schüler sollen lernen, diesen „Weg“ selbstständig zu beschreiten. Sie sollen das „Lernen lernen“ und damit in die Lage versetzt werden, ihre Bildungsprozesse zunehmend selbstständig zu steuern.

Die Methodenkompetenz gehört heute zu den festen Bestandteilen der Kernlehrpläne aller Fächer. Die Kernlehrpläne gliedern sich in Inhaltsfelder (Gegenstände) und Kompetenzbereiche (Prozesse). Der Weg wie ein Inhalt erlernt wird bekommt denselben Stellenwert wie der Inhalt selber. diese Prozesse sollen den Schülerinnen und Schülern bewusst gemacht werden. Neben diesen Fachbezogenen Kompetenzen sollen aber auch Fächerübergreifende Methoden erlernt werden, die die Schülerinnen und Schüler dabei befähigen über die Fächergrenzen hinaus selbstständig zu arbeiten.

Die Methodenkompetenzen sollen in einem Allgemeinen Methodencurriculum von Jahrgang fünf bis Jahrgang zehn systematisch eingeführt und an unterschiedlichen Fachinhalten angewandt und geübt werden.

Was bedeutet das für die Schülerinnen und Schüler?

Methoden werden in einem Fach eingeführt, die Schülerinnen und Schüler erhalten entsprechendes Material für ihre Unterlagen zum besseren Verständnis der Methode.

Was bedeutet das für die Lehrerinnen und Lehrer?

Über die Schulinternen Lehrpläne ist geregelt zu welchem Zeitpunkt welche Methode in den Fächern gelernt werden sollen. Die Lehrerinnen und Lehrer werden also auch in der eigenen Arbeit entlastet, da sie auf schon eingeübte Methoden zurückgreifen können.

Wie kann das Methodencurriculum aussehen?

In einem ersten Schritt wird festgelegt welche Methode in welchem Fach eingeübt werden soll, dann ist es die Aufgabe der Fachkonferenzen diese Methode einzelnen Fachspezifischen Inhalten zuzuordnen. Weiter werden dann zu jeder ausgewählten Methode Methodenkarten für Schüler und für Lehrer erstellt, die in einem Methodenordner in den Klassen gesammelt werden. Die Schülerinnen und Schüler bekommen mit jeder neu erlernten Methode eine Methodenkarte für ihre eigenen Unterlagen.

Ziel ist es, einen möglichst vollständigen und einheitlichen Methodenordner für alle Lehrerinnen und Lehrer, sowie für alle Schülerinnen und Schüler zur Verfügung zu stellen, der mit jeder Methode weiter ergänzt werden kann.

Das Methodencurriculum kann unterschiedliche Bereiche umfassen:

  • Methoden der Lernorganisation
  • Führen von Hausaufgabenheften, Heftführung allgemein, Lesetechniken, Wörterbucharbeit…
  • Methoden zur Arbeit in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeiten
  • Kooperative Lernformen, Partnerpuzzle, Gruppenpuzzle…
  • Methoden zur Recherche
  • Recherchieren in unterschiedlichen Medien, Bibliographieren…
  • Methoden zur Strukturierung und Verarbeitung von Informationen
  • Cluster, Mindmapping, Lernkarteien…
  • Methoden zur Gesprächsführung
  • Methoden zur Präsentation von erlernten Inhalten
  • Referate, Präsentationen, Lernplakate
  • Methoden zur Projektarbeit
  • Projektplanung und Durchführung