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Demokratie und globales Lernen

Wir bereiten unsere SuS auf das Leben in einer demokratischen und globalen Gesellschaft vor.

Die Schülerinnen und Schüler sollen zu mündigen Bürgern heranreifen, die selbstbestimmt und begründbar Entscheidungen für ein gesellschaftliches Miteinander treffen können. Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn wir auch eine demokratische Schule sein wollen, in der alle Beteiligten gemeinsam ein tolerantes, vielfältiges, vertrauensvolles schulisches Miteinander leben. An der Gesamtschule Neunkirchen-Seelscheid achten wir die Persönlichkeit anderer und verwirklichen in unserem Schulalltag ein Zusammenleben nach klaren Regeln eines respektvollen Miteinanders, das geprägt ist von Hilfsbereitschaft, Eigenverantwortlichkeit, Verlässlichkeit und Solidarität. Was Demokratie bedeutet, lernen Schülerinnen und Schüler am besten, indem sie Demokratie selbst erleben und leben. Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten sich an Veränderungsprozessen zu beteiligen, Verantwortung zu übernehmen, ihre eigene Meinung respektvoll gegenüber anderen zu äußern sowie verschiedene Positionen kennenzulernen und anzuerkennen. Der in vielen Klassen wöchentlich stattfindende Klassenrat ermöglicht beispielsweise ein demokratisches Miteinander im Schulalltag. Im Rahmen der Klassenratssitzungen beraten, diskutieren und entscheiden die Schülerinnen und Schüler über selbstgewählte Themen wie die Gestaltung und Organisation des Lernens und Zusammenlebens in Klasse und Schule, aktuelle Probleme und Konflikte sowie gemeinsame Aktivitäten und Vorhaben. Bei unserem Tun und Handeln im Schulalltag erhalten auch das Globale Lernen und die Erziehung zum nachhaltigen und ökologisch verantwortungsvollen Handeln einen besonderen Stellenwert. Das Fach „Sozialwissenschaften in Kooperation mit CARE“ im Wahlbereich 8 befasst sich im Besonderen mit komplexen Fragestellungen unserer Zeit und will Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, sich aktiv mit diesen auseinanderzusetzen und Handlungsoptionen für das eigene Leben zu finden. Die Projektarbeit zu aktuellen Themen wie Flucht und Vertreibung oder Fairer Handel ist dabei die bevorzugte Lernform im Unterricht. Unser Kooperationspartner CARE Deutschland Luxemburg e.V. setzt sich seit 1945 unabhängig von politischer Anschauung, religiösem Bekenntnis oder ethnischer Herkunft für Not leidende, arme und benachteiligte Bevölkerungsgruppen ein. An Schulen unterstützt die Organisation Unterrichtsprojekte und Spendenaktionen durch gezielte Beratung, die Bereitstellung von Informations- und Unterrichtsmaterial sowie die Kooperation mit Referenten.

Auch und gerade im Fremdsprachenunterricht werden interkulturelle Kompetenzen bewusst gefördert. Hier geht es darum, Verständnis für andere kulturspezifische Denk- und Lebensweisen, Werte, Normen und Lebensbedingungen zu entwickeln und eigene Sichtweisen, Wertvorstellungen und gesellschaftliche Zusammenhänge mit denen anderer Kulturen tolerant und kritisch vergleichen zu können (s. Kernlehrplan Französisch). An der Gesamtschule Neunkirchen–Seelscheid können die Schülerinnen und Schüler in der Klasse 6 als zweite Fremdsprache nach dem Englischen Französisch wählen und als dritte Fremdsprache in der Klasse 8 Spanisch.

Um das Kennenlernen einer anderen Kultur und Lebensweise noch konkreter werden zu lassen, haben wir Kontakte zum ortsansässigen Partnerschaftsverein geknüpft und bemühen uns nun darum, mit den Schulen der französischen Partnerstadt Konzepte für einen möglicherweise mehrsprachigen Austausch zu entwickeln, an dem auch Kinder mit anderen Fremdsprachenkenntnissen teilnehmen können. Nirgendwo sonst als in einer Familie des Partnerlandes lässt sich dessen Lebenswirklichkeit authentischer erfahren: Wann wird gegessen, was wird gegessen, wann geht wer zur Arbeit oder wie ist das Schulwesen organisiert? Wie wohnt man, wie verbringt man seine Freizeit, wie verlaufen Feierlichkeiten, Treffen und Feste? Selbst ein Urlaub in einem fremden Land kann solche Fragen nicht beantworten. Über den Zuwachs an sprachlichen Fähigkeiten hinaus verspricht ein solcher Auslandsaufenthalt-egal wie lange er dauert-eine Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit, da die Schülerinnen und Schüler die Erfahrung machen, dass sie sich irgendwie in den Familien verständigen und im Ausland zurechtfinden können. Es wird allen Beteiligten ein hohes Maß an Verständnis füreinander und Rücksichtnahme abverlangt sowie die Bereitschaft, sich an die landesüblichen Gepflogenheiten anzupassen. Da dies Eigenschaften sind, die in unserer globalen Gesellschaft einerseits immer größere Bedeutung bekommen, die aber andererseits vielfach gar nicht vorhanden sind, liegt uns ein solcher Kontakt sehr am Herzen.