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Berufsorientierung Jahrgang 8

Informationen zur Studien- und Berufsorientierung

 

Spätestens ab der Klasse 8 beginnt an den Schulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) der Prozess der Studien- und Berufsorientierung. Im Rahmen des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“ (KAoA) erhalten die Schü-ler/innen mit Unterstützung von aufeinander aufbauenden Standardelementen (u. a. Po-tenzialanalyse, Berufsfelderkundung, Betriebspraktika) die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und sich auf den Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf vorzubereiten.

Seit dem Schuljahr 2012/2013 nehmen Schulen aus dem Rhein-Sieg-Kreis am Landesvorhaben KAoA teil. Jedes Schuljahr wurde das Landesvorhaben ausgeweitet. Im Schuljahr 2016/2017 nehmen nunmehr alle öffentlichen Schulen im Rhein-Sieg-Kreis sowie mehrere Schulen in privater Trägerschaft am Landesvorhaben teil.

 

1. Potenzialanalyse  

Die Potenzialanalyse stellt den Auftakt von Maßnahmen zur Studien- und Berufsorientierung dar. Sie ist im Rahmen von KAoA ein Standardelement und wird durch einen externen Bildungsträger durchgeführt, welcher im Rahmen eines durch das Land NRW durch-geführten Ausschreibungsverfahrens ausgewählt wurde. 

Die Potenzialanalyse ist eine stärken- und handlungsorientierte Analyse von Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerin/des Schülers und ermittelt Möglichkeiten zur individuellen Entwicklung im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt. Es handelt sich hierbei um keine Klassenarbeit und keinen Schultest, auch fließen keinerlei Ergebnisse in die Zeugnisnote ein. Die hier gewonnenen Ergebnisse sollen als Grundlage für die individuelle Förderung, Beratung und Unterstützung im Studien- und Berufswahlprozess dienen. 

Die Ergebnisse der Potenzialanalyse werden schriftlich zusammengefasst und jeder Schü-lerin/jedem Schüler in einem persönlichen Auswertungsgespräch, möglichst gemeinsam mit den Eltern/Erziehungsberechtigten, ausführlich erläutert. 

Die Potenzialanalyse findet im Schuljahr 2016/2017 an einem Tag außerhalb der Schule statt. Das Auswertungsgespräch findet an einem anderen Tag in der Schule statt, um möglichst allen Eltern/Erziehungsberechtigten die Teilnahme an dem Gespräch zu ermöglichen.

 

Potenzialanalyse und Datenschutz

Bei der Potenzialanalyse werden persönliche Daten der Schülerinnen und Schüler erhoben, und zwar 

  •   Kerndaten (Name, Geburtsdatum, Schule) und 
  •   Ergebnisdaten (Erhebungen und Beobachtungen der Potenzialanalyse). 

Die Kerndaten werden ausschließlich zu Abrechnungszwecken der zuständigen Landesstelle weitergeleitet. Die Ergebnisdaten der Potenzialanalyse werden bis zum Auswertungsgespräch vom Bildungsträger gespeichert. Im Anschluss an das Auswertungsge-spräch mit dem Schüler/der Schülerin und den Eltern/Erziehungsberechtigten werden diese Daten entsprechend der Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen vernichtet. 

Die Teilnahme an der Potenzialanalyse sowie die Erhebung der Schülerdaten im Rahmen der Potenzialanalyse sind gem. § 120 Abs. 4 Schulgesetz nur mit Zustimmung der Eltern/Erziehungsberechtigten möglich. Deshalb erhalten Sie neben diesen allgemeinen Hinweisen durch die Schule Informationen zu den Analyseverfahren (Kurzprofil des Bil-dungsträgers). 

Bei der Potenzialanalyse durchlaufen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Stationen, an denen sie alleine oder in der Gruppe verschiedene Aufgaben lösen. Dabei werden ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse in Bezug auf z. B. Team- und Konzentrationsfähigkeit, handwerkliches Geschick oder zum räumlichen Vorstellungsvermögen ermittelt. 

Die Zustimmung zur Teilnahme an der Potenzialanalyse sowie zur Erhebung der Daten erteilen Sie mit der Datenschutzerklärung, welche Sie von der Schule erhalten. Die Einwilligung der Eltern/Erziehungsberechtigten zur Datenverarbeitung kann jederzeit wider-rufen werden (§ 4 Abs.1 Satz 2 DSG NRW). 

Damit die Schüler/innen im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung durch die Schule unterstützt und begleitet werden können, ist es sinnvoll und wichtig, die Ergebnisdaten auch den Klassenlehrern sowie den zuständigen Studien- und Berufswahlkoordinatoren der Schule zur Verfügung zu stellen. Dazu erhalten Sie am Ende des Auswertungsge-sprächs eine zusätzliche Einverständniserklärung, welche der Schüler/die Schülerin oder die Eltern/Erziehungsberechtigten unterschreiben.

 

2. Berufsfelderkundungen 

Im Nachgang zur Potenzialanalyse finden nach Möglichkeit in Klasse 8 Berufsfelderkun-dungen statt, bei denen die Schüler/innen in drei unterschiedliche Branchen Einblick nehmen sollen. Im Mittelpunkt stehen dabei Arbeitsbereiche von Unternehmen, Behörden oder Institutionen, die die Schüler/innen praxisnah kennenlernen sollen. 

Die Berufsfelderkundungen sind außerschulische Veranstaltungen. Die Teilnahme wird vor Ort bescheinigt und ist der Schule/Lehrkräften vorzulegen. 

Die Schüler/innen sollen Plätze für die Berufsfelderkundungen selbstständig, ggfs. mit Unterstützung der Eltern oder von Lehrkräften suchen.

Plätze für die Berufsfelderkundung stehen u. a. im onlinegestützten Buchungsportal der Region Bonn/Rhein-Sieg zur Verfügung. Die Lehrkräfte werden bestimmte Tage festlegen, an denen die Berufsfelderkundungen stattfinden. Über das Online-Portal unter www.berufsorientierung-bonn-rhein-sieg.dekönnen Schüler Angebote reservieren. Nach Bestätigung einer Reservierung durch die zuständige Lehrkraft ist eine Buchung abgeschlossen. Da für die Nutzung des Buchungsprotals die Eingabe von Kerndaten nötig ist, ist auch dazu eine zusätzliche Einverständniserklärung zum Datenschutz zu unterschreiben, welche Sie von der Schule erhalten.

 

3. Betriebspraktikum

Das Betriebspraktikum ist wie die Berufsfelderkundungen eine außerschulische Veranstaltung. Es findet in der Klasse 9 bzw. 10 statt und ermöglicht vertieftes Kennenlernen der Arbeitswelt. Bei der Wahl des Praktikumsplatzes sollen die Ergebnisse der Potenzialanalyse und die Erkenntnisse aus den Berufsfelderkundungen in der Klasse 8 berücksichtigt werden. 

 

4. Berufswahlpass (Portfolioinstrument) 

Der Berufswahlpass wird in der 8. Klasse eingeführt. Die Schüler/innen erhalten diesen im Rahmen der Potenzialanalyse. Er begleitet und dokumentiert den gesamten Studien- und Berufsorientierungsprozess der Schülerin/des Schülers und unterstützt bei der weiteren beruflichen Orientierung. 

 

5. Ansprechpartner der Kommunalen Koordinierung 

Frau Michaela Grommes (Potenzialanalyse/Portfolioinstrument) 

Telefon: 02241/13-2176 

E-Mail:  

Frau Viktoria Kraus (Berufsfelderkundung/Betriebspraktilum) 

Telefon: 02241/13-2779 

E-Mail:

 

(Quelle: http://www.rhein-sieg-kreis.de)